Hochreine Metalle der PPM Pure Metals GmbH
Die Produktion und Raffination von hochreinen Metallen und deren Verbindungen ist eine Spezialität der PPM Pure Metals GmbH.
Die Erzeugnisse werden hauptsächlich in der Elektronik- und der Opto-Elektronikindustrie eingesetzt.
Am 25. November besuchten die Wirtschaftsjunioren Harz e.V. das Unternehmen auf dem Gelände der ehemaligen Herzog-Juliushütte bei Astfeld im Landkreis Goslar.
Der Werkleiter, Dr. Ulrich Kammer, erläuterte den Teilnehmern zunächst, dass sich der Begriff „Reinstmetalle“ aus der Konzentrationsangabe herleite. Dabei würden die Neunen einschließlich der Nachkommastellen gezählt. Eine „7-Neuner“-Konzentration entspreche einem Reinheitsgrad von 99,99999 Prozent. Umgekehrt würde der Grad der Verunreinigung in „parts per million“, abgekürzt „ppm“ gemessen; Namensgeber des Unternehmens sei jedoch der frühere Eigentümer Preussag gewesen, als ppm noch für „Preussag Pure Metals“ gestanden hatte.
Das heute zur RECYLEX-Gruppe gehörende Unternehmen befasse sich mit dem Reinigen von Metallen auf Grundlage chemischer und physikalischer Methoden. Insgesamt 128 Mitarbeiter beschäftige das Unternehmen an den Standorten Astfeld (111) und Osterwieck (17). Die chemische Reinigung beinhalte etwa das Lösen und Fällen, die Elektrolyse oder die Destillation, während zu den physikalischen Methoden die Vakuumbehandlung, das Zonenschmelzen oder die Kristallzucht gehörten. Dabei kämen aufwändige Analysemethoden zum Einsatz. Die hochreinen Produkte und deren Verbindungen beinhalteten Antimon, Arsen, Blei, Cadmium, Gallium, Germanium, Kupfer, Indium, Tellur, Zink und Zinn. Von besonderer Bedeutung für die PPM seien Germanium, Arsen und Gallium, von denen nennenswerte Anteile des Weltmarktes produziert würden. Je nach Anwendungszweck kämen unterschiedlich hohe Konzentrationen der Metalle zum Einsatz. Während etwa bei Schaltkreisen für die drahtlose Telekommunikation Arsen in einer „7-Neuner“-Konzentration benötigt würde, seien bei Beschichtungen für Kopiertrommeln auch Metalle in „5-Neuner“-Konzentrationen ausreichend.
Sichtlich beeindruckt waren die Wirtschaftsjunioren von den Produktionsanlagen, die strengen Umwelt- und Sicherheitsanforderungen entsprechen.



