Aktuelle Position: Arbeitskreise / Arbeitskreisübergreifende Aktionen / Vortrag: Social Media – Erfolgreiches Marketing im Web 2.0
Deutsch
Montag, 21.05.2012

Social Media – Erfolgreiches Marketing im Web 2.0 am 29.11.2011

Social Media – Erfolgreiches Marketing im Web 2.0
Sie informierten über Marketing im Web 2.0: (v. l.) Christoph Ehrling, Eric Mochmann, Olaf Feuerstein, Dennis Wasow und Philipp Müller. Foto: Clemens Meyer-Hoitz

Soziale Netzwerke und das eigene Profil auf solchen Plattformen sind für das digitale Leben der Menschen zur Normalität geworden und haben die Kommunikation nachhaltig verändert. Viele Unternehmen richten ihren Marketingfokus gezielt darauf. Tipps zur richtigen Nutzung von Facebook, Xing oder Twitter gab es bei einem gemeinsamen Informationsabend der Wirtschaftsjunioren Harz e. V. mit dem Consulting Team e. V. Das Consulting Team ist eine der größten studentischen Unternehmensberatungen in Deutschland, präsent an der Technischen Universität Clausthal und der Georg-August-Universität Göttingen.

Nach einer Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden des Consulting Teams, Philipp Müller, startete der Göttinger Statistik Consultant Christoph Ehrling mit einer Einführung. Durch das Web 2.0 sei es zu einem grundlegenden Wandel gekommen von einer Gesellschaft der Massenmedien hin zu einer Gesellschaft der sozialen Kommunikation. Ein anschauliches Beispiel sei der konservativ eindimensionale Werbefilm des »Energieriesen« RWE auf der Plattform »youtube«, der durch Dritte wie Greenpeace einfach kommentiert und abgewandelt wurde. Die kritische Version dieses Werbefilms stehe für jedermann abrufbar gleichberechtigt neben dem ursprünglichen Film. Das Kennzeichen der Kommunikation im Web 2.0 sei es, dass nun jeder mitmachen könne und es kaum mehr Restriktionen gebe. Soziale Medien hätten das Potential für eine neuartige und bessere Kommunikation. Ein Beispiel für Unternehmen, die das Bedürfnis der Nutzer sich selbst einzubringen auch aktiv bedienten, sei die Kampagne von Procter & Gamble für die Herrenpflegeserie »Old Spice«, die durch verschiedene Varianten eine Art »Dialog« mit den Konsumenten führe.

Einen Einblick in die Praxis modernen Online-Marketings gab Olaf Feuerstein, Geschäftsführer der Speise- und Schankwirtschaft »Bullerjahn« und geschäftsführender Gesellschafter des »Freizeit In«, eines Tagungs- und Eventhotels in Göttingen mit 212 Zimmern und Suiten, 44 Tagungsräumen, vier Restaurants, 8800 qm Wellnessbereich, 290 Mitarbeitern und einem Umsatz von 15 Millionen Euro pro Jahr. Das Verhalten der Gäste habe sich in den letzten fünfzehn Jahren durch das Internet verändert und durch das Web 2.0 in den letzten fünf Jahren noch radikaler. So würden sich heute 75 Prozent der Gäste vor der Anreise online informieren und auch die Buchungen kämen zu 65 Prozent über E-Mail, Portale und Webseiten an. Dennoch hätten in der Branche klassische Instrumente bei der Gewichtung des Marketingbudgets noch immer den Vorrang. Feuerstein riet dazu, jetzt in die »Online-Jagd« zu investieren. Google habe eine 95 %ige Marktmacht und daher sei eine Google-Optimierung des eigenen Auftritts nachhaltig wertvoll. Auch direkte Absatzkanäle wie Online Verkaufs - portale und provisionsfreie Branchenportale wie »ebay« oder »location.de« seien zu empfehlen. Ein Marketing für Facebook und XING in Form eines Image- und Reputationsmanagements sei im Freizeit In ebenfalls etabliert. Im Idealfall würden sich die Social-Media-Nutzer auch die Webseiten ansehen. Die größte Verbreitung habe hier aktuell Facebook. In den letzten neun Monaten konnte das Freizeit In mit Unterstützung durch eine externe Agentur seinen Auftritt bei Facebook optimieren. Auch Führungs- und Vertriebskräfte wurden entsprechend geschult. Positiv sei, dass auch Google Social Media Aktivitäten honoriere und das Unternehmen so leichter gefunden werde. Das Problem bei kommerziellen Vertriebspartnern und kostenpflichtigen Portalen seien die zum Teil relativ hohen Provisionen, so dass hier eine Reduzierung der Plattformen das Ziel sei.

WJ-Sprecher Eric Mochmann dankte den Referenten für die praxisnahen Vorträge.