Aktuelle Position: Arbeitskreise / Arbeitskreisübergreifende Aktionen / Führung und Selbstcoaching 04.05.2009
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Montag, 21.05.2012
Führungskräfte müssen ihre Mitarbeiter in Veränderungsprozessen motivieren, so Professor Ryschka.

Führung und Selbstcoaching in Zeiten des Wandels

2800 Stellen werden in Deutschland jeden Tag abgebaut. Neben Stellenabbau sind Veränderungen wie Umstrukturierungen, Fusionen, Einführung neuer Prozesse oder Outsourcing in Unternehmen an der Tagesordnung. Häufig scheitern diese Veränderungsprozesse trotz guter Planung. Den Ursachen dafür wollten die Wirtschaftsjunioren Harz auf den Grund gehen.

Am 4. Mai hatten sie den renommierten Mainzer Wirtschaftspsychologen Professor Dr. Jurij Ryschka für einen Vortrag zum Thema »Führung und Selbstcoaching in Zeiten des Wandels« in das Goslarer Bäckergildehaus ein - geladen. Wirtschaftsjuniorensprecher Matthias Schaper wies bei der Begrüßung darauf hin, dass der bereits im letzten Jahr angefragte Vortrag infolge der Finanz- und Wirtschaftskrise eine überwältigende Aktualität und Brisanz gewonnen habe.

Ryschka betonte in seinem Vortrag, dass der Erfolg von Veränderungen entscheidend davon abhänge, sowohl die Perspektiven der Führungskräfte als auch die der Mitarbeiter gleichermaßen zu berücksichtigen. Die Herausforderung für die Führungskräfte sei es, den psychologischen Vertrag so zu gestalten, dass Mitarbeiter die Ziele des Unternehmens und der Veränderung mittragen würden und Bereitschaft zeigten, sich dafür einzusetzen. Dem - gegenüber bestehe die Herausforderung für die Mitarbeiter darin, handlungsfähig zu bleiben und sich nicht von der drohenden Veränderung vereinnahmen zu lassen. Führungskräfte sollten daher die Erwartungen der Mitarbeiter und die Qualität der emotionalen Bindung managen.

Die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen könnten die Führungskräfte dadurch steigern, dass sie ihren Mitarbeitern Werbekonkrete Vorstellungen von Zielen, Aufgaben und der Art der Zusammenarbeit vermittelten. Gerade in Zeiten des Wandels sollte auf dieses Führungsverhalten gesteigerten Wert gelegt werden. Werde dieses unterlassen, drohe »Dienst nach Vorschrift« oder ein anderes Vergeltungsverhalten seitens der Mitarbeiter: Die Arbeitsleistung werde schlicht dem verringerten Angebot angepasst. Auch bei Fluktuation, Fehlzeiten und Kündigungsabsichten drohe eine Zunahme.