Aktuelle Position: Arbeitskreise / Arbeitskreisübergreifende Aktionen / Frauen in der Wirtschaft 21.04.2009
Deutsch
Montag, 21.05.2012

Frauen in der Wirtschaft

Sie treten für Gender Mainstreaming ein: Brigitte Harder, Tanja Kühne und Matthias Schaper.

Frauen in der Wirtschaft Matthias Schaper, Sprecher der Wirtschaftsjunioren Harz, betonte bei einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Koordinierungsstelle »Frau und Wirtschaft« des Landkreises Goslar am 21. April im Goslarer Bäckergildehaus, dass die Wirtschaftsjunioren gerade auch für Frauen im Goslarer und Harzer Wirtschaftsraum eine wichtige Plattform zur Kommunikation bieten. Frauen mit eigenem Unternehmen und Frauen in Führungspositionen werden im heutigen Wirtschaftsleben als wichtiger Faktor immer sichtbarer, so Brigitte Harder, die Leiterin der Koordinierungsstelle.

Tanja Kühne, Vorsitzende des Landesverbandes Niedersachsen im Verband deutscher Unternehmerinnen e. V. (VdU), referierte zu dem Thema »Frauen in der Wirtschaft – Erfolgspotenzial auch für den Landkreis Goslar!« Kühne, Inhaberin von Riegel Design Dept., einer 1965 in Hannover gegründeten Design- und Werbeagentur mit zwölf Mitarbeitern, stellte zunächst ihr Unternehmen und den Wirtschaftsverband vor. Im VdU seien über 1500 Unternehmerinnen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bundesweit engagiert, die insgesamt einen Umsatz von 50 Milliarden Euro pro Jahr erzielten und ca. 320 000 Mitarbeiter beschäftigten.

Der demografische Wandel in unserer Gesellschaft begünstige in besonderer Weise die wirtschaftliche Betätigung von Frauen. Regional sei daher ein Demografie-Management zu empfehlen, um die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen zu stärken. Gegenwärtig seien Frauen in vielen Bereichen noch immer benachteiligt, etwa durch die einschlägige Verteilung der Arbeitsverhältnisse etwa im Bereich der Pflege. Auch würden Frauen vielfach noch vergleichsweise weniger verdienen oder weniger Sondervergütungen erhalten alsihre männlichen Kollegen. Goslar zähle zu den Städten mit dem höchsten Altersdurchschnitt der Bevölkerung in Deutschland und stehe daher vor großen Herausforderungen. Abschließend regte Kühne an, in Goslar Kompetenzen von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft durch die Bildung von Arbeits- und Zukunftsgruppen zusammen zu legen und eine konsequente Zukunftsstrategie für die Stadt zu entwickeln.