Großes Interesse am Existenzgründertag Bad Harzburg

- Sie freuten sich über den großen Besucherandrang beim Existenzgründertag (v. r.): Bürgermeister Ralf Abrahms, Thomas Beckröge, James Lachmund, Markus Brunke, Matthias Schaper, Christian Peggau, Uwe Bürst, Thomas Kausch und Torben Leif Brodersen.
Am 25. April veranstalteten die Wirtschaftsjunioren Harz im Bündheimer Schloss in Bad Harzburg ihren 3. Existenzgründertag mit eigenen und mit externen Referenten.
Mehr als 90 Personen waren der Einladung gefolgt. Bad Harzburgs Bürgermeister Ralf Abrahms betonte in seiner Begrüßung den Mut, den es braucht, in einem schwierigen Umfeld ein Unternehmen zu gründen. Wirtschaftsjunioren-Sprecher Matthias Schaper hob die Bedeutung von Existenzgründungen für den regionalen Strukturwandel hervor. Finanzberater Christian Peggau moderierte den Gründertag mit erfrischenden Gedanken und Zitaten.
Torben Leif Brodersen, Geschäftsführer des Deutschen Franchiseverbandes, wies auf die Chancen einer Gründung mit einem Franchisekonzepthin: Während »klassische« Gründungen einen Allround-Experten für Marketing, Vertrieb, Finanzierung, Planung und anderes erforderten, könne sich der Franchisegründer mit einem bewährten Konzept auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Er vermeide so Fehler, die andere vor ihm gemacht haben.
Mit dem Titel »Wo ist mein Geld geblieben? Controlling für das Unternehmen« sensibilisierte Uwe Bürst von der DATEV eG die Teilnehmer für das Thema betriebswirtschaftliche Planung und Kontrolle. Die DATEV sei 1966 als EDV-Dienstleister für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte gegründet worden. In Zusammenarbeit mit den Beratern biete die DATEV Gründern und Unternehmen eine Vielzahl von Buchführungs- und Auswertungsanwendungen an.
Markus Brunke, Firmenkundenbetreuer der Sparkasse Goslar/Harz, empfahl den Teilnehmern, vor einem Bankgespräch einen detaillierten Businessplan zu erstellen und diesen vorab bei der Hausbank einzureichen. Das Konzept entscheide oft über einen Gesprächstermin.
Unternehmensgründer sollten sich bei der Wahl der Rechtsform auch über die jeweils relevanten Steuern informieren, riet Steuerberater James Lachmund von der Kleinschmidt Steuerberatungsgesellschaft.
Die Übernahme eines bestehenden Betriebes könne eine risikoärmere und lukrativere Alternative zu einer Neugründung bieten, so Thomas Kausch. Die projekt REGION BRAUNSCHWEIG GMBH biete einen speziellen Pool für die Zusammenführung von übergabewilligen Unternehmen und interessierten Übernehmern an. Diese Börse sei nicht öffentlich, sondern nur über die angeschlossenen Wirtschaftsförderer und Berater der Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern zugänglich. Damit werde eine Vertraulichkeit und Diskretion sichergestellt. Kausch empfahl den Teilnehmern, ein Profil zu entwickeln, in dem die Anforderungen möglicht konkret benannt werden.

